Die Tomate! (Der Paradeiser)

Sechs Fakten über Tomaten, der man viele g’schmackige und gesunde Eigenschaften nachsagt.

Tomaten sind das beliebteste Gemüse der Österreicher. 28 Kilogramm beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch, wobei nur jede fünfte verzehrte in Österreich angebaut wird. Der Rest wird importiert.

Tomaten schmecken nicht nur gut, es gibt viele gesunde Gründe für die rote Frucht, die auch Paradeiser genannt wird. Die Inhaltsstoffe gelten als Krebskiller, sie schützen vor Sonnenbrand und Tomaten beugen auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Weil sie viel Vitamin C enthalten, stärken sie das Immunsystem. „Man kann eigentlich nicht zu viele Tomaten essen“, sagt Universitätsdozentin Ingrid Kiefer aus Wien. „Und üblicherweise wird die Tomate sehr gut vertragen“, sagt die Ernährungswissenschafterin. Auch wenn sie kein Wunderding und auch kein „Überlebensmittel“ sei, so sei die Tomate doch eine Frucht mit vielen Vorteilen.

Am meisten davon profitiert man eindeutig jetzt – zur Hochsaison der Tomate. Je kürzer der Zeitraum von der Staude in den Mund, umso besser und gesünder. Vor allem das Vitamin C verflüchtigt sich, wenn Tomaten zu lange gelagert oder auch gekocht werden – oder ganz einfach aufgeschnitten auf dem Teller liegen.

Rot: Lycopin heißt jener sekundäre Pflanzenstoff, der die Tomaten so macht und als Antioxidant gilt. Lycopin bekämpft freie Radikale. „Wer Tomaten isst, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebserkrankungen vor“, sagt Ernährungswissenschafterin Kiefer. Lycopin ist hitzebeständig, das bedeutet, dass es in Tomatensuppe oder Saft viel besser vom Körper aufgenommen wird. Lycopin ist außerdem fettlöslich, rohe Tomaten sollte man deshalb mit Fett genießen. Tipp für die Jause: Tomaten und Butterbrot.

Vitaminreich: Tomaten enthalten viel Vitamin C, genau sind das 30 mg pro 100 g Tomaten. Das ist die Hälfte des Tagesbedarfs von erwachsenen Menschen. Am meisten fürs Immunsystem tun die Tomaten jetzt – wenn sie Saison haben. Tipp: Nicht zu lange kochen, lagern, aufgeschnitten liegenlassen.

Ungesund: Alles, was grün ist an der Tomate, ist nicht für den Verzehr geeignet. „Den grünen Stielansatz und auch unreife Stellen sollte man wegschneiden“, rät Kiefer. Das darin enthaltene giftige Tomatidin (entspricht dem Solanin der Kartoffel) kann Kopfschmerzen, Durchfall und Übelkeit verursachen. Kleinen Kindern sollte man das Grün selbst bei Cocktailtomaten entfernen.

Kalorienarm: Tomaten bestehen zu 95 Prozent aus Wasser. Neben dem erwähnten Lycopin und Vitamin C enthalten sie auch Spurenelemente wie Kalium (237 mg/100 g). Viele Inhaltsstoffe, aber kaum Kalorien: 100 g haben nur 18 kcal. Tomaten sind also ideal zum Abnehmen. Vorsicht bei Tomatensaft: Dieser kann viel Zucker enthalten.

Empfindlich: Tomaten sind sehr kälteempfindlich. „Am besten lagert man sie bei Zimmertemperatur“, rät Ernährungsexpertin Ingrid Kiefer. Man sollte sie auch nicht gemeinsam mit anderen reifen Gemüsesorten wie etwa Gurken lagern. Das natürliche Reifegas Ethylen lässt diese schneller faulen.

Schmackhaft: Am besten schmecken Tomaten reif, direkt von der Staude. Geschätzte 3000 bis 4000 Sorten gibt es weltweit: von rot bis schwarz, von rund bis oval, von miniklein bis riesig. „Für die gesundheitlichen Aspekte ist das nicht wichtig. Auch andere Farbstoffe wirken antioxidativ“, sagt Kiefer. Je bunter das Gemüse am Teller, desto besser.

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