Tipps und Tricks rund um die Tomate

Jetzt hat das rundherum gesunde Gemüse Hochsaison. Paradeiser haben nur 17 Kalorien pro zehn Deka. Sie enthalten die wertvollen Haut-Vitamine B1, B2, B6 sowie Folsäure, die als Anti-Aging-Mittel gilt, und jede Menge Mineralstoffe und Fruchtsäuren. Mit einem Wasseranteil von 94 Prozent sind Paradeiser im heißen Sommer ideal, um den Wasserhaushalt zu unterstützen. So ganz nebenbei schmecken sie auch. Die Sortenvielfalt hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Gelbe Datteltomaten sind ebenso beliebt wie die grün-gelb gestreifte Zebra- und der mächtige Ochsenherz-Paradeiser, der eine lange Reifezeit benötigt. Doch eines haben alle Paradeiser gemein: Sie brauchen viele Sonnenstunden, um die richtige Balance von Süße und Säure zu entwickeln. Heimische Paradeiser sind beliebt und müssen keine weiten Wege zurücklegen. Doch im September ist mit der Reife Schluss und so manches bleibt grün an der Staude hängen. Achtung: Grüne Paradeiser enthalten das schwach giftige Solanin.

Ob Sauce, Marmelade oder Saft: Für Paradeiser gibt es viele Rezepte.

Alle werden auf einmal reif: Mit diesem Problem haben Hobbygärtner bei der Verarbeitung von Tomaten zu kämpfen. Die Linzer Ernährungswissenschaftlerin Eva Fauma erklärt, wie die roten Früchte am besten verarbeitet werden:

Trocknen: Das Kernhaus sowie den Stielansatz entfernen, in große Stücke schneiden, mit Salz bestreuen und im Backrohr bei 50 Grad trocknen. Backofentür einen Spalt geöffnet halten. Dauer: 8 bis 12 Stunden. Getrocknet in Gläsern schichten und mit Öl nach Wahl auffüllen.

Einfrieren: Paradeiser blanchieren, entkernen und schälen. Auskühlen lassen und tiefkühlen.

Tomatensauce: Siehe einfrieren, die Tomaten jedoch in sauberen Gläsern abfüllen und in diesen einkochen.

Einwecken: Tomaten entkernen, mit einem Spieß einstechen, in Weckgläser schichten. Mit gekochtem Salzwasser übergießen. Die Gläser verschließen, 45 Minuten bei 80 Grad sterilisieren.

Tomatensaft: Die reifen Früchte gründlich waschen, entkernen, pürieren, aufkochen, abseihen und den Saft sofort heiß in Flaschen abfüllen.

Milchsaure Früchte: Grüne Paradeiser in ein Glas schichten. Abgekochtes Salzwasser, Buttermilch oder Molke dazu geben, obenauf ein frisches Weinblatt legen und verschließen. Eine Woche an einen warmen Ort (20–25 Grad) stellen und zum Gären bringen, danach kühl stellen. Nach drei Wochen sind sie reif für den Verzehr.

Marmelade: Süße Früchte mit Gelierzucker einkochen, mit Zitronensaft, Chili, Rosmarin oder Basilikum würzen. In heiße Gläser füllen.

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