Degustation

Einführung in die Weinverkostung (Degustation)Zweck der Verkostung Für den Amateur steht die Weinverkostung, auch Degustation genannt, im Dienste des Genusses: Man kann keinen großen Wein schätzen, wenn man die Kunst der Degustation nicht beherrscht. Durch kritisches Verkosten lernt man, Weine zu verstehen, zu beschreiben und zu klassifizieren. Dies ist für den Fachmann unerlässlich. Die Degustation Liefert die Entscheidungsgrundlagen für Weinmacher bei der “Assemblage”, der Zusammenstellung eines Verschnitts (Cuvée), für Behörden bei der weingesetzlichen Prüfung (Staatl. Prüfnummer, DOCG, AOC) und für den Handel beim Einkauf. 
Anforderungen an den VerkosterDie wichtigsten Tugenden eines guten Verkosters sind Ehrlichkeit seinen Empfindungen gegenüber, Empfindlichkeit bei der Wahr­nehmung kleinster Dosen von Substanzen, Genauigkeit bei der Bestimmung und Zuordnung sowie Konstanz, um unter verschiedenen Umständen objektiv zu bleiben.
VerkostungsbedingungenDie beste Verkostungszeit ist immer vor den Mahlzeiten, wenn die Sinne aufnahmebereit sind, Achten Sie auf eine helle Umgebung. Ideal sind weiße Tischtücher, weiße Wände, Tageslicht, eine Raumtemperatur von 18’C bei 60% Luftfeuchtigkeit. Die Liste der Störfaktoren ist lang: Erkältung, Ermüdung, Fremdgerüche, Parfums, Rauch, aber auch Lärm, Bonbons, Schokolade, Kaffee, scharfe Zahnpasta, schlechtes Licht, dunkle Wände etc. Übrigens: Grünes Licht verstärkt die Säure­, blaues Licht die Bitterempfindung. Weine sind lebendige Substanzen und verändern sich ständig. Dies ist bei Schlussfolgerungen zu berücksichtigen. Rotweine sollte man etwas wärmer, Weißweine etwas kühler verkosten. Die Anzahl der Weine hängt von der Erfahrung und Konstitution des Verkosters ab. Anfänger kommen schon bei 5­6 Weinen durcheinander, Fortgeschrittene schaffen 10­12. Profis verkosten 12 ­ 30 und mehr, was oft zu problematischen Ergebnissen führt.
Die Praxis der WeinverkostungDie Weinverkostung ist hauptsächlich eine Angelegenheit der Sinne. Ihre Instrumente sind das Auge, die Nase und der Mund. Der mensch­liche Intellekt organisiert und bewertet die Arbeit der Sinne, sodass am Ende ein Urteil über den verkosteten Wein in unserem Kopf entsteht.

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