Achtung Fruchtzucker! 7 Tipps für Gicht-Patienten

Nicht nur Fleisch und Alkohol schaden Menschen, die besonders anfällig für Gicht sind. Auch Fruktose kann sich negativ auswirken.

Schmerzende und geschwollene Gelenke, Finger und Zehen sind die spürbaren, äußeren Merkmale von Gicht. Der Auslöser ist zu viel Harnsäure im Körper – meist genetisch bedingt, doch im Ausmaß der Beschwerden stark von der Ernährung abhängig. Neue Erkenntnisse zeigen, dass Fruktose ein wahrer Beschleuniger von Gicht sein kann. Bisher galten hauptsächlich purinreiche Lebensmittel wie Fleisch, Innereien, Rindssuppe, Knochensuppe und Alkohol als die „No-Gos“ bei gichtanfälligen Personen. Neue Forschungen zeigen jedoch, dass auch Fruchtzucker ein wahrer Peiniger in Sachen Gicht sein kann. 

„Fruktose hat eine harnsäuresteigernde Wirkung“, erklärt Elisabeth Kranzl, Diätologin im Landes-Krankenhaus Freistadt. Dabei ist zwischen der natürlichen Fruktose in frischem Obst und zugesetzter Fruktose zu unterscheiden.“ 

Worauf man achten sollte:
  • Frisches Obst enthält zwar Fruktose, aber auch viele andere gute Inhaltsstoffe und kann daher weiter mit gutem Gewissen gegessen werden, sofern die tägliche Verzehrsempfehlung von zwei Portionen nicht überschritten wird.
  • Vorsicht ist bei Smoothies und Fruchtshakes aus der Kühltheke sowie bei Fruchtsäften und Limonaden die mit Fruktose gesüßt sind, geboten. Hier kommt der Fruchtzucker nämlich in einer höheren Dosis vor, als in der einzelnen Obstportion.
  • Lebensmittel wie Fruchtjoghurts, Joghurtdrinks, Süßwaren, Eis und Soßen, die mit Fruktose oder Fruktose-Glukose-Sirup gesüßt sind, sollte man ebenso mit Vorsicht genießen.
  • Es lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste, um zu kontrollieren, ob in einem Lebensmittel Fruktose enthalten ist oder nicht.
  • Die Expertin rät: „Am besten stellen Sie diese Speisen und Getränke selbst und möglichst frisch her!“
  • Und noch ein Tipp der Diätologin: „Kombinieren Sie Obst mit fettarmen Milchprodukten wie etwa ein fettreduziertes Naturjoghurt mit frischen Beeren. Der regelmäßige Konsum fettarmer Milchprodukte wirkt nämlich harnsäuresenkend und wird allen Gicht-Patienten empfohlen.“
  • Gichtpatientinnen und Gichtpatienten, deren Harnsäure ohnehin erhöht ist, sollten regelmäßig ihre Werte kontrollieren lassen. Reicht eine Ernährungsumstellung hierfür nicht aus, wird der behandelnde Arzt möglicherweise Medikamente verschreiben.

Quelle: OÖ Nachrichten

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